Zwischen Marktständen und georgischen Wörtern
Ein Einkauf auf dem Markt ist für mich längst mehr als ein Einkauf. Zwischen Obst, Gemüse und ersten georgischen Wörtern entstehen die kleinen Begegnungen, die ein fremdes Land vertrauter machen.

Mein persönliches Tagebuch über das Ankommen und Leben in Tiflis.
Manchmal beginnt ein neuer Lebensabschnitt nicht mit einem großen Plan, sondern mit einem Gefühl. Bei mir war es ein Lied in einer Sprache, die ich nicht verstand.
Heute lebe ich mit meinem Mann und unseren Tieren in Tiflis. Auf dieser Seite erzähle ich von besonderen Momenten, kleinen Entdeckungen und den Herausforderungen, die zu einem Neuanfang dazugehören. Ehrlich, persönlich und so, wie ich es selbst erlebe.

Im Januar 2025 hörte ich auf TikTok ein georgisches Lied. Ich verstand kein einziges Wort – und trotzdem berührten mich diese Stimmen und diese Melodie auf eine Weise, die ich kaum beschreiben konnte.
Ich wollte wissen, woher dieses Lied stammt. So entdeckte ich Georgien. Je mehr ich über das Land erfuhr und je mehr Bilder ich von seinen Bergen, Tälern und Landschaften sah, desto stärker wurde dieses Gefühl: Da möchte ich hin.
Das Lied heißt „Ioro“ (იორო). Es erzählt von Sehnsucht, Verbundenheit und der Liebe zu den Bergen, Flüssen und einem vertrauten Ort. Das Besondere für mich: Während das Lied von der Sehnsucht nach etwas Vertrautem erzählt, entstand in mir die Sehnsucht nach einem Land, das ich damals noch gar nicht kannte.
„Ioro“ – Dato Kenchiashvili, Bichiko Navrozashvili und Ensemble Taoba. Text und Musik: Teona Kumsiashvili.

Als wir schließlich in Tiflis ankamen, stand ich am ersten Abend auf einer Terrasse. Vor mir lag die Stadt, dahinter die Berge. Ich erinnere mich noch genau an dieses Glücksgefühl.
Natürlich war damit nicht plötzlich alles einfach. Aber dieser Blick, dieser Augenblick – er war für mich der Beginn eines neuen Kapitels.
Hier sammle ich kleine Ausschnitte aus unserem Leben in Georgien. Kein perfekter Reiseprospekt, sondern das, was den Alltag ausmacht: Begegnungen, neue Wege, lustige Missverständnisse und manchmal auch Geduld.
Ein Einkauf auf dem Markt ist für mich längst mehr als ein Einkauf. Zwischen Obst, Gemüse und ersten georgischen Wörtern entstehen die kleinen Begegnungen, die ein fremdes Land vertrauter machen.

Ein neues Zuhause besteht nicht nur aus vier Wänden. Es sind die kleinen Abläufe, die man erst kennenlernen muss: einkaufen, den richtigen Weg finden, sich orientieren und nach und nach seinen eigenen Rhythmus entwickeln.
Auch unsere Hunde und unsere Katze gehören zu unserer Geschichte. Ein Neuanfang betrifft schließlich nicht nur uns Menschen. Es gibt viele kleine Dinge, die man vorher gar nicht auf dem Zettel hat.

Eine neue Sprache, ungewohnte Abläufe, Fragen, auf die man nicht sofort eine Antwort bekommt – auch das gehört dazu. Ich möchte diese Seiten nicht auslassen, denn gerade daraus habe ich viel gelernt.
Man kann sich noch so gut vorbereiten: Manche Dinge versteht man erst, wenn man tatsächlich angekommen ist. Wie viel im Alltag über ein Lächeln funktioniert. Wo eine neue Sprache Mut verlangt. Und wie unterschiedlich sich Wohnen, Einkaufen oder Unterwegssein anfühlen können.
Ich teile hier meine Eindrücke und Erfahrungen. Keine fertigen Antworten für jeden Menschen, sondern kleine Einblicke, die vielleicht helfen, die eigenen Fragen klarer zu sehen.




Als ich anfing, mich mit Georgien zu beschäftigen, hätte ich gern mehr persönliche Geschichten von Menschen gelesen, die schon dort leben. Nicht nur schöne Bilder und nicht nur Zahlen – sondern auch, was sie überrascht hat, was schwierig war und was ihnen geholfen hat, anzukommen.
Deshalb gibt es diese Seite. Sie ist mein persönliches Tagebuch. Vielleicht ist sie für dich eine kleine Hilfe, eine erste Orientierung oder einfach ein ehrlicher Einblick in ein Leben, das in Georgien neu begonnen hat.
Weitere Geschichten und Einblicke aus meinem Leben in Georgien teile ich auch auf TikTok, Instagram und YouTube. Wenn du magst, schau dort vorbei.
Herzliche Grüße aus Tiflis
Marijana